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Alpaka-Wanderung

Viele haben sicherlich schon einmal von der momentan (wie wir finden zurecht) sehr beliebten Aktivität gehört. Was aber sicherlich viele von euch noch nicht wissen: Auch im aktuellen “Lockdown” ist es auf vielen Farmen möglich, mit einem festen Haushalt, an den Wanderungen teilzunehmen. Dadurch, dass diese in Wäldern stattfinden, ist viel Frischluft und Abstand geboten- und so wird ebenfalls die Sicherheit vor Viren erhöht.

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(Picasso ist erst sieben Monate alt. Jeder liebt ihn, weil er unglaublich zutraulich und lieb ist.)

Zunächst möchten wir euch etwas über die niedlichen Tiere erzählen. Das Alpaka ist eine aus Peru stammende, domestizierte Kamelform. Es wird hauptsächlich wegen seiner hochwertigen Wolle gezüchtet. Circa 80 Prozent des weltweiten Bestandes leben in Peru. Alpakas haben einen ruhigen Charakter, ernähren sich fast ausschließlich von Gräsern und werden circa 20 bis 25 Jahre alt. Es gibt zwei Alpakatypen, das Huacaya und das Suri. Diese unterscheiden sich hauptsächlich durch die Struktur ihrer Wolle. Da sie Herdentiere sind, dürfen sie nicht alleine gehalten werden. Übrigens: wer selbst Alpakas halten möchte, kann dies tun, wenn er bestimmte Bedingungen für die Haltung der Tiere erfüllt, wie beispielsweise eine bestimmte Weidengröße und das Vorhandensein eines Unterstandes.

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(So guckt Karl, wenn er die Leckerlis sieht, die gerade hinter der Kamera auf ihn warten.)

Einige fragen sich jetzt vielleicht: Wieso sollte ich ausgerechnet mit Alpakas auf einen Spaziergang gehen, abgesehen davon dass sie sehr niedlich sind? Ganz einfach: Alpakas sind Tiere mit einem besonders ruhigen und friedlichen Charakter. Sie haben deshalb eine angenehme, beruhigende Wirkung auf den Menschen und werden auch in der tiergestützten Therapie europaweit eingesetzt. Aus diesen Gründen kann ein ausgiebiger Spaziergang an der frischen Luft mit den süßen Tieren ein wundervoller Ausgleich vom Alltagsstress sein.

Nun folgt ein kurzer Bericht von Caro, die vergangenes Wochenende selbst zu Besuch auf einer Alpaka-Ranch war.

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(Beim Kennenlernen auf der Farm wird zunächst noch eine Maske getragen.)

Am vergangenen Wochenende habe ich, gemeinsam mit meiner Mutter, eine Alpaka-Wanderung auf “Jonny’s Alpaka-Ranch” in Remscheid-Lennep unternommen. Das Ehepaar hat die Farm Anfang November eröffnet und bietet nun an mehreren Tagen in der Woche unterschiedliche Wanderungen mit den Tieren an. Unter anderem kann man derzeit entscheiden zwischen dem einstündigen Schnupper-Spaziergang, der 90-minütigen Talsperrenrunde, und der zweistündigen Glühweinwanderung, für die wir uns letztlich entschieden haben. Los ging es um 14.30 Uhr: Wir haben die Ranch (zunächst mit Masken) betreten. Dort wurden uns erst einmal, von der Besitzerin und Tourleiterin Steffi, unsere Begrüßungspakete gegeben. Diese enthielten jeweils eine niedliche Alpaka-Tasse mit Umhängeband, für den Glühwein, und einen Beutel mit Lerckerlis für die Alpakas. Außerdem waren auch Desinfektionstücher mit dabei.

Dann hat Steffi uns die vier Alpakas, die sich derzeit auf der Ranch befinden, vorgestellt.

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(Vorne: Picasso, von hinten links: Teddy, Karl, Harry)

Danach hat sie uns einiges wissenswertes über die einzelnen Alpakas und ihre Charaktere erzählt. Teddy zum Beispiel, ist der temperamentvollste und muss immer als erster in der Reihe laufen, wogegen Harry immer das "faule" Schlusslicht darstellt.
Anhand dieser Informationen durften wir uns dann aussuchen, mit welchem Alpaka wir spazieren möchten. Ich habe mich für Karl entschieden, da er direkt ohne scheu auf mich zu kam. Wir durften die Alpakas aber auch zwischendurch wechseln. Daraufhin haben wir die Halfter angelegt und sind los auf unseren Spaziergang um die Panzertalsperre- während des Spazierganges durften wir die Masken ausziehen. Dadurch dass im Wald jede Menge Platz ist, konnten wir auch stets mit genug Abstand zueinander laufen. Auf dem Weg haben die Tiere sich langsam an uns gewöhnen können und sind (mehr oder weniger) brav nebenher gelaufen.
Mit Leckerlis konnten wir die Tiere besonders gut als Freunde gewinnen. Zwischendurch trafen wir immer wieder auf Spaziergänger mit erstauntem Blick- Spaziergänge mit Alpakas sieht man in Remscheid eben nicht alle Tage. Am Schluss gab es ein Picknick mit weißem, sehr leckeren Bio-Glühwein und Weihnachtsgebäck und eine abschließende Fotosession mit den Alpakas. Nachdem wir den Glühwein und die Kekse genossen hatten, ging es zurück zur Farm, wo die Alpakas dann ihr Wasser und Futter bekamen und wo wir uns auch letztlich von ihnen verabschiedet haben.

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(Das hier ist Teddy- er ist gerade im Teenager-Alter und deshalb sehr forsch und ein wenig frech- aber trotzdem sehr süß. Und er gibt gerne Küsschen!)

Zusammenfassend kann man wirklich sagen, dass Alpakas wundervolle, liebe Tiere sind- und ein Spaziergang mit ihnen ist extrem wohltuend für die Seele. So war es auf jeden Fall bei mir. Außerdem, was gibt es schöneres, als sich mal eine Auszeit vom Alltagswahnsinn zu gönnen? Und das funktioniert sehr gut auf einem langen, ausgiebigen Spaziergang mit ein paar süßen Alpakas. Die zweistündige Tour plus zwei Thermoskannen voll Glühwein und Punsch, dem Begrüßungspaket sowie einer Dose voller Kekse, hat uns pro Person lediglich 35 Euro gekostet.

Wir hoffen, dass euch der kleine Einblick in die Welt der Alpakas gefallen hat. Vielleicht habt ihr ja jetzt auch Lust auf einen Nachmittag mit den Tieren bekommen? Wir können es euch auf jeden Fall wärmstens empfehlen. Das ist ein Erlebnis, welches man nicht so schnell wieder vergisst.

Caro von DynAmaze